Autor: Michael Schumann
|
Montag, den 06. September 2010 um 18:34 Uhr
FSV Viktoria gewann Derby gegen Empor Brandenburg mit 2:1
Viktorianer setzten von Anfang an ihrem Gegner unter Druck
Bereits in der 7. Minute hatte Schwandt die Möglichkeit zur Führung. Eine gute Flanke nahm er direkt vor rund 100 Zuschauer, schoss aber aus 5 Metern übers Tor hinaus. Nur 2 Minuten später traf Vogt, nach einem guten Schuss aus 20 Metern nur die Latte. Danach blieb Viktoria zwar überlegen, war aber vor dem Tor zu harmlos. Nach gut 30ig Minuten später, dann ein erstes Achtungszeichen des Aufsteigers. Nach einem langen Ball aus der Empor-Abwehr überlief der Gästestürmer die Abwehr, verzog aber aus spitzem Winkel knapp. In der 35. Minute dann kam die verdiente Führung der Heimelf. Vogt schlug einen Freistoß von halbrechts auf den langen Pfosten, wo Schwandt mit dem Kopf zum 1:0 traf. Bis zum Ende der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel, da die Gästeabwehr recht sicher stand und Viktoria, trotz spielerischer Überlegenheit, sich keine weiteren Chancen mehr erspielte.
In der zweiten Hälfte fand Viktoria kaum noch ins Spiel. Keine klaren Aktionen mehr nach vorne, viel Stockfehler und man kam kaum noch in die Zweikämpfe. So war die Gruppe von der Scholle mindestens ebenbürtig und drängte auf einen Ausgleich. Leichtfertige Ballverluste von Viktoria brachten die Gäste immer wieder ins Spiel, die aber vor dem Tor zu ungenau agierten. Der FSV kam lediglich durch Zufallsaktionen zu Chancen: so in der 65. als ein Querschläger am Lattenkreuz landete. In der größten Drangphase von Empor schlug dann Viktoria doch noch zu: Pfeiffer nahm eine Hereingabe, mit dem Rücken zum Tor, von Schwandt an, drehte sich und schoss unhaltbar zum 2:0 in der 77. Minute ein.
Der Treffer hatte die tapfer kämpfenden Gäste kalt erwischt, denn nun fehlte die Entschlossenheit ein Treffer zu erzielen. Als alle dachten, Viktoria bringt den Vorsprung locker nach Hause, brachten sich die Hausherren noch mal unnötig in Schwierigkeiten. Ein leichtfertiger Ballverlust im Mittelfeld nutzte der Aufsteiger, um den Ball schnell in die Spitze zu spielen, wo König in der 90. Minute zum 2:1 traf. In der Nachspielzeit (fast 6 Minuten!) versuchte Empor noch mal alles - Aber mit Glück und Geschick zitterte Viktoria den knappen Vorsprung über die Zeit. Einer guten ersten Halbzeit folgte eine katastrophale Zweite, so das der Sieg am Ende etwas glücklich war.
Viktoria spielte in folgender Aufstellung: Woitkuhn, Schober, Große, Drexler, Schmidt, Lopez, Vogt (70. Araujo Navarro), Skorsetz, Herzog (70. Kofke), Schwandt, Pfeiffer