Autor: Marco Petig |
Montag, den 02. August 2010 um 19:26 Uhr Überregionale NachrichtenWeniger Tote und Verletzte auf Brandenburgs StraßenIn den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat es auf Brandenburgs Straßen öfter gekracht als im gleichen Vorjahreszeitraum - gleichzeitig waren aber deutlich weniger Verletzte und Tote zu beklagen
Ministeriumssprecher Ingo Decker nannte den weiteren Rückgang schwerer Verkehrsunfälle ein „gutes Signal“ auf dem Weg zu höherer Sicherheit auf den Straßen. Gleichzeitig bleibt nach seinen Worten die Verkehrsdisziplin weiterhin verbesserungsbedürftig. „Trotz des guten Trends mit weniger Toten und Verletzten ist die Zahl der Unfälle erkennbar angestiegen. Auch die hohe Zahl der festgestellten Tempo- und Alkoholsünder zeigt, wie oft immer noch verantwortungslos gefahren wird“, sagte Decker. Die Polizei werde deshalb auch künftig umfangreich Verkehrskontrollen durchführen. Die Polizei stellte bei Kontrollen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres unter anderen fast eine halbe Million Tempoverstöße und mehr als 3.200 Trunkenheitsfahrten, die ohne Unfall ausgingen, fest. In rund 8.500 Bußgeldverfahren wurden befristete Fahrverbote bis zu drei Monaten ausgesprochen. Besonders erfreulich war nach Einschätzung von Decker der Rückgang von Verkehrstoten bei Unfällen innerhalb geschlossener Ortschaften um fast 56 Prozent auf nur noch 15 (34) Tote. Auch auf den Autobahnen sank die Zahl der Verkehrstoten deutlich um 30 Prozent auf 14 (20). Dagegen waren auf den Landstraßen 56 Tote zu beklagen, was einer Zunahme von knapp 10 Prozent entsprach. Auch bei Motorradunfällen zeigte sich nach dem Anstieg bei den verunglückten Motorradfahrern im vergangenen Jahr nun eine positive Entwicklung. So sank die Zahl der Motorradunfälle deutlich um fast 23 Prozent auf 605 (785). Die Zahl der dabei verletzten Biker verringerte sich um mehr als 35 Prozent auf 322 (498); die Zahl der getöteten Motorradfahrer sank um sechs auf elf (17) Fahrer. Auch Fahrradfahrer waren von Januar bis Juni weniger oft an Unfällen beteiligt. Die Polizei registrierte einen Rückgang verletzter Fahrradfahrer um knapp 19 Prozent auf 912 (1.124) Personen. Sechs Fahrradfahrer starben bei Unfällen; das waren zwei tote Fahrradfahrer weniger als im ersten Halbjahr 2009.
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