Autor: Daniel Güttler
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Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 14:42 Uhr
CDU will Ärztemangel in Brandenburg mit Praktika bekämpfen
Schierack: Nur wer Brandenburg kennen lernt, wird sich für Brandenburg entscheiden
Der Gesundheitspolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU – Fraktion im Landtag Brandenburg, Prof. Dr. Michael Schierack (Foto: Landtag Brandenburg), erklärt:
Der Ärztemangel ist eines der drängendsten Probleme in den Randregionen unseres Landes. Wir brauchen deshalb ein vielfältiges Paket von Maßnahmen, um zusätzliche Ärzte für Brandenburg zu gewinnen. „Die Gemeindeschwester und die Telemedizin können Ärzte zwar entlasten, aber nie einen Arzt ersetzen.“ gibt Schierack zu bedenken.
Die Ärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung, die Landeskrankenhausgesellschaft und die Krankenkassen haben bereits zahlreiche unterschiedliche Aktivitäten zur Ansiedelung von Ärzten in Brandenburg ergriffen. Anzuführen sind zum Beispiel Umsatzgarantien, Einstellungsmöglichkeiten, Investitionskostenzuschüsse und Zuschläge. Zudem ist aber auch die Politik gefragt.
Die CDU-Fraktion fordert deshalb die Regierungskoalition zu Verhandlungen mit Berlin auf. Medizinstudenten der Charité muss es möglich sein, eine klinische Ausbildungstätigkeit an Brandenburger Lehrkrankenhäusern aufzunehmen. In einem Staatsvertrag könnte dies verbindlich geregelt werden. Darüber hinaus sollte die wissenschaftliche Tätigkeit von anerkannten Ärzten in Brandenburg im Rahmen des Lehrbetriebes geregelt werden.
„Nur wenn angehende Ärzte während der Praktika unser Land und seine Menschen näher kennen lernen, steigen auch die Chancen, dass sie nach dem Studium eine Tätigkeit in einem unserer Krankenhäuser aufnehmen. Vielleicht liebäugelt dann der ein oder andere frisch gebackene Arzt auch mit einer Praxis in unserem Land.“ zeigt sich Schierack zuversichtlich.
Jede Maßnahme, die Erfolg verspricht, muss genutzt werden. Wir haben nicht die Zeit, darauf zu hoffen, dass andere die Probleme für uns lösen.