Autor: Marco Petig
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Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 14:55 Uhr
"Fraktion vor Ort" mit Bewohnern der Eigenen Scholle
Die SPD-Fraktion in der Brandenburger Stadtverordnetenversammlung traf sich gestern "vor Ort" am Turnerheim. Mit Bewohnern der Eigenen Scholle und aus Wilhelmsdorf diskutierten die Fraktionsmitglieder über Probleme dieser Stadtteile. Reinhard Reiher, Sprecher des Bürgerbeirates, zählte eine Reihe von Problemen und Projekten auf, die die Bürger beschäftigen. Die Themen reichten von der Abwassererschließung über fehlende Straßenbeleuchtung bis hin zu den durch Waldarbeiten beschädigten Wegen am Krugpark. Dazu Fraktionsvorsitzender Norbert Langerwisch: "Erneut wurde deutlich, dass sich die Stadt mehr um die scheinbar kleinen Probleme der Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen kümmern muss. Mehrfach kritisierten die Teilnehmer, dass die Stadt erst auf Druck reagiere - etwa bei der Müllentsorgung oder der geforderten Wegesanierung im Krugpark. Nicht nur die Innenstadt, auch die Stadtteile haben mehr Aufmerksamkeit der Stadtverwalter verdient."
Die Fraktionsmitglieder Margrit Spielmann und Ralf Holzschuher schlugen zudem vor, im Bereich des Vereinsgeländes Am Turnerheim ein kleines Bürgerzentrum einzurichten. In Zusammenarbeit mit dem SV Empor und der Stadt könnte dadurch der Stadtteil weiter gestärkt werden. Ein wichtiges Thema war die Verkehrsanbindung. Die Teilnehmer schätzen ein, dass eine Bahnüberführung im Bereich der Planebrücke auf absehbare Zeit nicht finanzierbar sein dürfte und bis zum Bau des geplanten Brückenneubaus eindeutige und sichere Verhältnisse für die Radwegeführung geschaffen werden müssen. Auch die Notwendigkeit eines Fußgängerschutzweges zum Nettomarkt in der Ziesarer Landstraße, die Kennzeichnung der Radwegkreuzungen zur Ziesarer Landstraße und eines Radweges am Schmöllner Weg wurden erörtert.
Ab 2017 soll auch die Abwassererschließung mit anschließendem Straßenausbau vorangehen. Fraktionsmitglied Anett Schulze will, dass nur solche Maßnahmen umgesetzt werden, die von den Anwohnern akzeptiert werden. Dies müssten die Erschließungskosten tragen. Eine frühzeitige Einbeziehung der Bürger und die Berücksichtigung ihrer Vorschläge sei daher unverzichtbar.