Autor: Marco Petig |
Montag, den 23. Januar 2012 um 17:24 Uhr Politik AktuellSPD-Fraktion fordert genehmigungsfähigen Haushalt von der StadtAuf ihrer Klausurtagung stellte die SPD-Fraktion der Stadt Brandenburg an der Havel fest, dass die Beschlussvorlage zur Haushaltssatzung und zum Haushaltsplan 2012 keinen nachhaltigen Konsolidierungskurs beschreibt und wesentliche gesetzliche Vorgaben nicht erfülltGemäß § 67 BbgKVerf hat die Verwaltungsführung einen "vollständigen und festgestellten Haushaltsplanentwurf für 2012" zur Beratung und Beschlussfassung "vorzulegen", verwiest SPD-Fraktionschef Norbert Langerwisch in seinem Bericht von der Klausur seiner Fraktion. Aus der Begründung zur Beschlussvorlage "müssen die Stadtverordneten entnehmen", dass sie über "keine verbindlichen Unterlagen" zur Beratung und Beschlussfassung verfügen. "Da dieser Vorbehalt grundsätzlich erklärt und nicht auf bestimmte Teilaussagen beschränkt wurde, können die Stadtverordneten sich auf keine vorgelegte Zahl bzw. auf keinen Sachverhalt verlassen. Die Fraktion bedauert, dass die Arbeit vieler Stadtbediensteter mit dieser pauschalen Einschränkung so grundsätzlich entwertet wird", wird aus den Reihen der Sozialdemokraten kritisiert. Nach "§ 66 BbgKVerf i. v. m. §§ 3 ff KomHKV" hat der vorzulegende Haushalt eine vorgegebene Struktur sowie Mindestbestandteile zu enthalten, um ein "schlüssiges und vollständiges Bild über das Haushaltsjahr 2012 abzugeben". "Leider fehlen diverse Bestandteile, was der Vollständigkeit und Schlüssigkeit abträglich ist. Zudem sind in dem Zahlenwerk in sich nicht schlüssige Angaben aufgefallen, die zusätzlich das Vertrauen in die Beratungsfähigkeit der Haushaltsunterlagen untergraben. Diese Unstimmigkeiten sind noch in den zuständigen Fachausschüssen aufzuklären. Zum Haushaltsplan gehört in der verfahrenen Haushaltslage der Stadt Brandenburg an der Havel unabdingbar ein Haushaltssicherungskonzept (HSK). Diese Pflichtanlage wurde zwar vorgelegt, jedoch in einer unbrauchbaren und unverbindlichen Weise abgefasst, sodass es schlicht seinen Zweck nicht erfüllen kann. Da mit dieser Anlage auch noch gegen den § 63 (5) BbgKVerf verstoßen wird, steht die SPD-Fraktion für einen Beschluss mit dieser Unterlage nicht zur Verfügung", schreibt Langerwisch in seiner Erklärung. Ein "Vergleich" über die Entwicklung der Kassenkredite aller kreisfreien Städte im Land Brandenburg zeigt, dass der "Kassenkreditbedarf nur in unserer Stadt kontinuierlich" ansteigt. "Wir erwarten über eine gestaltete Haushaltsplanung und eine verbesserte Liquiditätsplanung eine Entwicklung, die das strukturelle Defizit und schließlich die Kassenkredite abbaut. Wir erwarten eine gesetzeskonforme mittelfristige Finanzplanung gemäß § 63 (5) BbgKVerf die nicht nur vage eine Jahreszahl nennt, sondern die aufzeigt, wie das strukturelle Defizit und die Kassenkredite der Stadt Brandenburg an der Havel fortlaufend abgebaut werden. Ziel soll für alle Beteiligten sein, nachfolgende Generationen nicht übermäßig mit der Tilgung und den Zinszahlungen der Kredite zu belasten. Einer solchen Vorlage in der derzeitigen Fassung Nr. 381/2011 zuzustimmen bedeutet, dass sich alle Stadtverordneten in die Mithaftung begeben", so Langerwisch weiter. Die SPD-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf:
5. Die mittelfristige Finanzplanung in Jahresscheiben bis zur Beseitigung des strukturellen Defizits im Jahr 2016 darzustellen. Darüber hinaus ist eine mittlere Konsolidierungsrate pro Jahr bis zum voraussichtlichen Haushaltsausgleich anzugeben (§ 63 (5), Satz 1 BbgKVerf). „Die SPD ist bereit, sich an kommunalen Entschuldungsprogrammen aktiv zu beteiligen. Das bedeutet aber, dass die Oberbürgermeisterin auch dafür die Voraussetzungen schaffen muss. Dazu muss sie offensichtlich gezwungen werden. Auf der Grundlage eines rechtskonformen Haushaltsentwurfs arbeiten wir gern in einer Arbeitsgruppe der Stadt mit. Unser gemeinsames Ziel sollte ein genehmigungsfähiger und schließlich genehmigter Haushalt sein", betont SPD-Vorsitzender Ralf Holzschuher. Und Fraktionsvorsitzender Norbert Langerwisch fügt hinzu: „Wir fordern ein Haushaltssicherungskonzept, das diesen Namen auch verdient. Der jetzige Entwurf ist nicht beschlussfähig. Die Verwaltung hat die gesetzliche Pflicht, uns Stadtverordnete ein mit Zahlen und Maßnahmen unterlegtes Konsolidierungskonzept vorzulegen. Diese Arbeit kann nicht auf die Stadtverordneten delegiert werden."
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."Nächstes Event![]() Polizeimeldungen
Montag, 21. Mai 2012 Sonntag, 20. Mai 2012 Freitag, 18. Mai 2012 12:22 - Rosenau: Brand in Kinderzimmer Donnerstag, 17. Mai 2012 Mittwoch, 16. Mai 2012 Dienstag, 15. Mai 2012 TopTen-Beiträge bei Havelstadt.de
| Veranstaltungen meldenSie haben eine Veranstaltung in oder um Brandenburg an der Havel und möchten diese nicht selbst eintragen? Senden Sie uns Ihre Feier oder Veranstaltung an die Redaktion VeranstaltungskalenderFotostreckenQR-Code der Seite |





















FACEBOOK
Twitter



