Autor: Marco Petig |
Dienstag, den 24. August 2010 um 14:46 Uhr PolizeiberichtBrandenburg an der Havel: Zwei Tatverdächtige zu Raubstraftaten ermitteltIm Zeitraum vom 06.08. – 13.08.2010 ereigneten sich in Brandenburg an der Havel im Bereich der Wallpromenade vier Raubstraftaten, wobei eine im Versuchsstadium endete Alle vier Taten waren durch eine weitgehend übereinstimmende Begehungsweise geprägt. In drei Fällen wurden den Geschädigten, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, die Handtaschen von zwei unbekannten Jugendlichen geraubt. Bei der vierten Straftat lief die Geschädigte die Wallpromenade entlang, als die Täter versuchten ihr die Handtasche zu entreißen, was aber auf Grund ihrer Gegenwehr nicht gelang. Die Geschädigten erlitten bei den Raubstraftaten keine Verletzungen. Alle drei Handtaschen konnten in unmittelbarer Nähe der Tatorte wieder aufgefunden werden. Bei dem erlangten Gut handelte es sich jeweils um Bargeld. Die sehr intensiv geführten Ermittlungen der Kriminalbeamten des Schutzbereiches Brandenburg konzentrierten sich bei allen vier Taten auf eine gemeinschaftlich handelnde Tätergruppe. Unterstützt wurden die Untersuchungen durch operative Maßnahmen von Kriminalbeamten und Beamten der Polizeiwache Brandenburg im Bereich der Wallpromenade. Dabei ergab sich ein Anfangsverdacht gegen zwei Jugendliche aus Brandenburg an der Havel.
Am 17.08.2010 gegen 17:30 Uhr kam es in Werder (Havel); Kesselgrundstraße zu einer Raubstraftat, bei der zwei unbekannte Täter eine 41-jährige Frau mit Eisenstangen bedrohten und die Herausgabe von Bargeld forderten. Die Geschädigte übergab den Tätern ihr Geld, worauf diese in unbekannte Richtung flüchteten. Die Geschädigte blieb unverletzt. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte nicht zum Ergreifen der Tatverdächtigen. Bei den umgehend eingeleiteten kriminalpolizeilichen Untersuchungen erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei den Tätern um jene handeln könnte, die auch die Raubstraftaten in Brandenburg an der Havel begangen haben. Noch in den Abendstunden wurden beide Tatverdächtige auf dem Bahnhof in Brandenburg an der Havel angetroffen, als sie mit dem Zug aus Richtung Potsdam eintrafen. Auf der Polizeiwache Brandenburg erfolgte die Befragung der Jugendlichen (17 Jahre) zum Sachverhalt, wobei sie sich in Teilen geständig hierzu einließen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam beantragte gegen einen Tatverdächtigen beim zuständigen Amtsgericht Brandenburg an der Havel Haftantrag. Das Amtsgericht gab diesem Antrag statt, setzte den Haftbefehl aber außer Vollzug und Verfügte die Einweisung in eine Jugendhilfeeinrichtung. Der zweite Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Im Rahmen der intensiv fortgeführten kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnte der dringende Tatverdacht gegen beide Beschuldigten, bezüglich der vier Raubstraftaten in Brandenburg an der Havel, erhärtet werden. Die Untersuchungen hierzu dauern derzeit noch an.
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