Autor: Marco Petig
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Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 16:40 Uhr
Brandenburg an der Havel: Warnung vor dem „Enkeltrick"
Die Masche findet immer weitere "direktionsweit Anwendung"
Die Polizei warnt erneut vor dem so genannten „Enkeltrick". Die Anzeigenlage macht laut Polizeidirektion West deutlich, dass diese Masche direktionsweit Anwendung findet. Nach Auskunft des zuständigen Kriminalkommissars in Potsdam sind die Betrüger derzeit sehr aktiv.
Die Polizei rät allen Bürgern, insbesondere älteren Mitmenschen, bei solchen Betrugsdelikten, Vorsicht walten zu lassen. Der Täter meldet sich meist am Telefon und gibt sich als Verwandter- meist als Enkel- aus, den man lange nicht gesehen hat. Während des Telefonats spricht der Täter von seiner finanziellen Not, bittet dann um Geld und sagt, dass er zufällig in der Nähe ist, um sich das Geld abzuholen.
Der bzw. die Täter nutzen dabei die Ahnungslosigkeit und Gutmütigkeit der Geschädigten aus und lassen das Geld bei erfolgreicher Täuschung von einem „vertrauenerweckenden" Mittäter abholen oder kommen in seltenen Fällen auch persönlich vorbei. Mit dem Versprechen, die geborgte Summe bald wieder zurückzubringen, verschwinden Täter und Geld dann auf Nimmerwiedersehen. Daher rät die Polizei allen Bürger, die in ähnliche Situationen geraten sollten, zu Folgendem:
- Wenn Personen bei Ihnen anrufen oder an der Haustür klingeln und sich dann herausstellt, dass diese Personen von Ihnen Geld möchten, sofort misstrauisch werden.
- Bei Unklarheiten über die Personen Details, zu deren Eltern oder familiäre Beziehungen erfragen, um das Verwandtschaftsverhältnis zu klären.
- Bestehen geringste Zweifel, erkennt man die Personen nicht oder ist sich nicht sicher, dass es wirklich der Enkel / Anverwandte ist, der vorgegeben wird, dann unverzüglich das Telefonat beenden.
- Wenn möglich eine Rückrufnummer erfragen. Anwesende Personen zwecks späteren Widererkennens genau merken, Informationen zu Fahrzeugen und Begleitpersonen der Täter notieren.
- Personen niemals in die Wohnung lassen und diese ständig im Auge behalten.
- Fremden, die sich als „Vertrauensperson" angeblicher Verwandter ausgeben, kein Bargeld aushändigen
- Bewahren Sie höhere Geldbeträge niemals zu Hause auf. Und wenn doch, niemals darauf einlassen, diese aufzusuchen, wenn eine unbekannte Person in der Nähe ist.
- Beim geringsten Verdacht mit dem Ziel des Trickbetruges sofort die nächste Polizeidienststelle informieren.
- Anzeige erstatten, auch wenn man schon auf diesen „Enkel-Trick" hereingefallen ist.