Autor: Andreas Martin |
Sonntag, den 09. Mai 2010 um 10:28 Uhr LeserbriefWird das HdO in die Insolvent getrieben?Das Jugendhaus HdO in Brandenburg an der Havel soll offenbar gezielt in die Insolvenz getrieben werden Das Verhalten der Verwaltungsspitze im Jugendhilfeausschuss bei der Diskussion um den Beschlussantrag zur Förderung des HdO, das von dem Verein Jugendkulturfabrik e.V. seit dem Jahr 2000 betrieben wird, lässt nur einen Schluss zu: Hier soll ein Beschluss durch den Jugendhilfeausschuss so lang wie möglich hinausgezögert werden. Der JuKuFa wird dabei vermutlich die Luft ausgehen. Sie hat in diesem Jahr noch keine Förderung erhalten. Lange wird der Verein das wohl nicht mehr durchhalten. Die klare Ankündigung von Frau Hübner und Herrn Scheller, den Beschluss des zuständigen Gremiums zu beanstanden, ohne dass ihnen eine nähere Prüfung des Beschlussantrages möglich war, spricht eine deutliche Sprache: Die JuKuFa soll weg. Die CDU-Mitglieder konnten im Ausschuss ihre Freude über diese Ankündigung nicht verbergen. Somit ist auch klar, woher der Wind weht. Mittels Verfahrensfragen und rechtlicher Würdigungen soll die JuKuFa am ausgestreckten Arm verhungern. Dass die Interessen von Jugendlichen in der ganzen Debatte keine Rolle spielten, zeigt die Wertigkeit, die man dieser Altersgruppe seitens der CDU in Brandenburg an der Havel zubilligt.
Unterdessen werden die Rechte des Jugendhilfeausschusses weiter nachhaltig ignoriert. Bei dem Neubau der Innenstadt-Kita am Trauerberg war eine Beteiligung des Jugendhilfeaus¬schusses seitens der Verwaltung nicht eingeplant und kann nur schwer nachgeholt werden. Besonders pikant ist, dass inhaltliche, konzeptionelle Fragen bei der verwaltungsinternen Bewertung nach Punkten zur Bewerber¬auswahl keine Rolle spielten. Da wirkt es besonders lächerlich, wenn der Bürgermeister erwähnt, dass die anderen Bewerber zu Inhalten viel weniger gesagt hätten als der von der Verwaltung gewissenhaft ausgewählte Bewerber. Es drängt sich auch hier der Eindruck auf, dass das Parteibuch des Geschäftsführers des ausgewählten Bewerbers, die Sportservice Brandenburg gGmbH, für einige Entscheider wichtiger ist, als die Inhalte des Kita-Konzeptes. Andreas Martin, Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Brandenburg an der Havel (DIE LINKE. Stadtverband Brandenburg)
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