Autor: Dietmar Keck
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Dienstag, den 10. Januar 2012 um 21:53 Uhr
Extra Chor Brandenburg als Mitwirkender beim Neujahrschorkonzert
Teil einer noch jungen Tradition
Extra Chor Brandenburg mit Leiter Karsten Drewing bei seinem Programmteil Foto: privatDarüber, ab wann eine Veranstaltungsreihe als Tradition zählt, kann man verschiedener Ansicht sein, das gemeinsame Konzert der Chöre des Berliner Musikers Karsten Drewing zum Beginn jedes neuen Jahres gilt für die Mitwirkenden zumindest schon mal als eine junge Solche. So gab es am 8. Januar 2012 das 6. seiner Art und wie immer waren alle von Drewing geleiteten Chöre dabei. Natürlich auch der Extra Chor Brandenburg, der im kommenden Frühjahr auf zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Wahlberliner Vollblutmusiker zurückblicken kann. Die knapp 30 Sängerinnen und Sänger aus der Havelstadt und ihrer Umgebung sind stolz darauf, sich gemeinsam mit den Sängerkollegen aus Woltersdorf, Berlin Blankenburg, Berlin Köpenick und vom Telekom-Männerchor auf dem Podium präsentieren zu können und so wird der eigene Beitrag im Vorfeld auch intensiv geprobt. Zum besonderen Erlebnis werden aber immer wieder die gemeinsam gesungenen Stücke. Es ist das ganz spezielle Verdienst von Karsten Drewing, über 160 Stimmen aus fünf sehr verschiedenen Ensembles in einer solchen Art zusammenzuführen, dass die Zuhörer schließlich nur noch am unterschiedlichen Outfit erkennen, dass hier mehrere Chöre auf der Bühne stehen.
Für das 2012er Konzert hatte Drewing ursprünglich seinen älteren Bruder, den Trompeter und Posaunisten Jörg Drewing aus Dortmund als Gastmusiker eingeladen. Dieser hatte nicht nur begeistert zugesagt, sondern auch gleich noch seine „Haarstrang Alphornisten", ein Quartett von Alphornbläsern aus dem Sauerland mitgebracht. Alphörner, Chöre und die Streicher vom Blankenburger Musizierkreis (auch dieser betreut von Karsten Drewing) unterhielten die etwa 900 Gäste im Konzertsaal der Universität der Künste mit einem sehr abwechslungsreichen Programm. Dieses reichte vom doppelchörigen Psalm (Heinrich Schütz) über Stücke von Händel, Dvorak und Elgar bis hin zu Udo-Jürgens-Melodien, Spirituals und Volksliedern. Nach langem Beifall erklang noch den Freiheitschor aus Verdis Nabucco als Zugabe.
Traditionell ist auch der Benefiz-Charakter des Konzertes. Alle Mitwirkenden treten ohne jede Vergütung auf und der Erlös der Veranstaltung kommt konkreten Hilfsprojekten zugute. In diesem Jahr geht der Erlös an die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Berlin zur Unterstützung von Musikunterricht und musischer Bildung junger Leute in den von Erdbeben, Tsunami und Atomhavarie des letzten Jahres gezeichneten Katastrophengebieten Japans.
Der Extra Chor Brandenburg freut sich jetzt schon auf das siebente Konzert dieser Reihe am Beginn des Jahres 2013. Wir hoffen, dass der Saal im nächsten Jahr für die stetig gestiegene Nachfrage nach Karten noch ausreicht. Das jetzige Konzert jedenfalls war für den Chor gelungener Auftakt des Arbeitsjahres und Ansporn für kommende Vorhaben gleichermaßen.