Autor: Daniel Güttler |
Freitag, den 10. September 2010 um 11:18 Uhr KurzmeldungenUrologische Woche 13.-17.September 2010Europäischer Prostata-Tag am 15.09.2010 Vor sechs Jahren erklärten die europäische und deutschen Urologen- und Patientenverbände den 15.09. zum Europäischen Prostata-Tag. Allein in Deutschland erkranken jährlich über 60.000 Männer an Prostatakrebs. Damit ist das Prostata-Karzinom vor Lungen- und Darmkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache beim Mann. Trotz dieser alarmierenden Tatsache nutzen jedoch nur rund 18% der Männer die gesetzlichen Früherkennungsmaßnahmen. Die Diagnose „Prostatakrebs“ ist für viele Männer zunächst ein großer Schock. Wird der Krebs jedoch früh genug erkannt, bestehen in der Regel sehr gute Heilungschancen. Dennoch erleben Männer Prostatakrebs oft als Angriff auf ihre Männlichkeit. Die möglichen Folgen der Therapie wie Impotenz und Inkontinenz sind immer noch ein Tabu. Zusätzlich fühlen sich viele Betroffene unzureichend über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informiert. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt kann helfen Unsicherheiten zu überwinden. Auch der Austausch mit Gleichbetroffenen ist für viele Patienten eine Möglichkeit die Erkrankung zu bewältigen. Mit dem Ziel, das Schweigen um die Erkrankung „Prostata-Krebs“ zu brechen und die möglichen Folgen der Krankheit zu enttabuisieren, wurde im Jahr 2000 der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) als Dachorganisation der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen in Deutschland gegründet. Aktuell gehören ihm ca. 230 Selbsthilfegruppen an. So auch die Selbsthilfegruppe in Brandenburg an der Havel. In der Gruppe erhalten die Erkrankten Trost, Zuspruch und die Bestätigung, dass sie nicht allein sind. Hier können sie Gedanken austauschen und lernen besser mit der Krankheit Krebs umzugehen. Männer, die sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen haben, sind selbstbewusste, gut informierte Patienten, die sich aktiv an medizinischen Entscheidungsprozessen beteiligen und Neuerkrankten Mut und Zuversicht vermitteln können. Nun liegt es an Ihnen: Nutzen Sie die Chancen der Früherkennung. Sie eröffnet Ihnen Wahl- und Heilungsmöglichkeiten. Informationen zur Früherkennung und Behandlung des Prostatakrebses erhalten Sie:
Sie können sich auch direkt an die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Brandenburg an der Havel wenden, Tel.: 70 02 17. Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden 3. Donnerstag im Monat ab 16.00 Uhr im Bürgerzentrum Große Gartenstraße 42a. Das nächste Treffen findet außerplanmäßig am 23.09. statt. Machen Sie mit, helfen Sie mit, gemeinsam können wir viel erreichen!
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