Autor: MAZ
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Dienstag, den 27. Juli 2010 um 09:06 Uhr
Fragen zu verkohlten Leichen
Nach Bluttat bislang keine Geständnisse
War es ein Racheakt im Drogenmilieu? Sollte das Feuer die Tat vertuschen?
Noch gibt es eine Reihe unbeantworteter Fragen nach der Entdeckung zweier verkohlter Leichen in Brandenburg/Havel. Bislang haben die mutmaßlichen Täter kein Geständnis abgelegt, teilte die Potsdamer Staatsanwaltschaft gestern mit. Zwei Männer im Alter von 25 und 26 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen Totschlags ermittelt. Sie sollen zwei etwa gleichaltrige Männer getötet und verbrannt haben. Deren Leichen waren am Donnerstag nach dem Feuer an einer Turnhalle in der Beethovenstraße im Ortsteil Görden entdeckt worden.
Der Polizei liegen zwei Vermisstenanzeigen vor. „Wir vermuten, dass es sich bei den Opfern um diese Männer handelt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Köpping. Mit letzter Gewissheit könne dies aber noch nicht gesagt werden: Die Identität sei noch nicht abschließend geklärt. Auch das endgültige Obduktionsergebnis liege noch nicht vor. Angesichts des Zustandes der Leichen könne es auch noch Tage dauern, bis dies der Fall sei. Unklar ist weiter, ob die Toten durch das Feuer oder schon vorher ums Leben kamen. Nach MAZ-Informationen wurde einer erdrosselt, der andere erschossen.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte das nicht. Köpping machte auch keine Angaben dazu, ob der Hintergrund der Tat im Dealermilieu zu sehen ist. Derartige Details seien Täterwissen und könnten deshalb nicht genannt werden. Die Ermittler hätten eine Vorstellung vom Tatablauf – darüber könne aber noch nicht gesprochen werden.
Am vergangenen Freitag war zunächst der 25-Jährige als mutmaßlicher Täter in Sachsen gefasst worden. Sein mutmaßlicher Komplize (26) stellte sich am Freitagabend selbst bei der Polizei in Brandenburg/Havel. Er war laut Köpping bereits ins Visier der Ermittler geraten.
Quelle: maerkischeallgemeine.de