Autor: Marco Petig
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Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 23:27 Uhr
Zaubertöne auf Glasharfe und Bajan
Zugaben und Applaus für die talentierten russischen Musiker
Die talentierten russischen Musiker Maxim Shagaev (Bajan) und Sergey Karamyshev (Glasharfe), die am Mittwoch im Rahmen des diesjährigen Sommerkonzertes im Dom zu Brandenburg ein Konzert gaben, rissen ihre Konzertbesucher in ihren Bann. Mit einem klassischen Streifzug von Johann Sebastian Bach, Domenico Scarlatti, Antonio Vivaldi bis hin zu russischen Volksliedern konnten die Konzertbesucher ein Genuss der beiden Instrumente in vollen Zügen erleben.
 Sergey Karamyshev, ein langjähriger Freund Maxim Shagaevs und studierter Pianist, widmet sich seit Jahren den sphärischen Klängen der Glasharfe. Mit seinem umfangreichen Repertoire und neuen Spieltechniken zeigte er dem Publikum das volle Spektrum der Glasharfe.
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 Maxim Shagaevs hat das weltbekannte russische Konservatorium in Sankt Petersburg mit dem roten Diplom, also dem höchstmöglichen Abschluss, absolviert. Er ist erster Preisträger renommierter europäischer Wettbewerbe, unter anderem in Frankreich, Italien und Russland. Seine Virtuosität und besonders sein gefühlvolles Spiel spricht die Seele der Zuschauer an.
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Bajan und Glasharfe (auch Gläserspiel genannt) ist eine außergewöhnliche Kombination. Das Interessante daran ist, dass das Bajan in Russland seinen Ursprung findet und die Glasharfe vom Stuttgarter Musiker Bruno Hoffmann entwickelt wurde. Hört man Maxim Shagaevs und Sergey Karamyshev beim Spielen zu, hat man den Eindruck, in einem Märchen gelandet zu sein. Der Zuhörer wird von dieser kristallklaren Musik verzaubert.
Das Gläserspiel ist aus gestimmten, eigens hergestellten Weinkelchen zusammengestellt. Es hat einen erheblich zarteren Klang als das Verrophon. Der Musiker verwies nach dem Konzert, dass die Glasharfe auch ohne reines (destilliertes) Wasser bespielen könne, „Es komme nicht auf die Füllmenge im Glas an bei besonderen Glasspielen, sondern auf die Größe und die Dicke der einzelnen Gläser“. In der Tat waren drei Gläser in der Glasharfe ohne Flüssigkeit, die mit extra dafür angefertigten Verschraubungen befestigt werden, vorhanden. Weiter betonte Karamyshev, dass es vor allem bei „hohen Tönen zum Einsatz kommt, bei denen das Verrophon nicht mehr geeignet ist“. Der Begriff Glasharfe wurde vom süddeutschen Glasmusiker Bruno Hoffmann verwendet, der hiermit ein Gläserspiel mit besonderer Anordnung bezeichnete.
Das Sommerkonzert im Dom zu Brandenburg wurde so angenommen, das mit nicht aufhörendem Applaus, die talentierten russischen Musiker weitere und zahlreiche Zugaben geben müssten.