Autor: Marco Petig
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Donnerstag, den 19. August 2010 um 02:39 Uhr
Jüdische Gemeinde hat neue Tora-Rolle erhalten
Die jüdische Gemeinde in Brandenburg an der Havel hat eine neue Tora-Rolle aus Israel erhalten
Die Fertigstellung der Pergamentrolle wurde am Mittwoch mit einem Fest auf dem Hof des jüdischen Gemeindehauses in der Kleinen Münzenstraße befeiert. Die Gemeinde und ihre jüdischen Gäste empfingen die Thora mit Freudentänzen, viel Gesang und rhythmischem Klatschen. Der Vorsitzende Feliks Byelyenkov hatte allerlei Hände zu schütteln, den es waren nicht nur Rabbiner und Gemeindemitglieder aus anderen Städten gekommen, sondern auch Politiker, Geistliche und andere Bürger der Stadt, um dem für die Juden der Stadt bedeutenden Ereignis beizuwohnen.
Alles an der sehr kostbaren Tora-Rolle ist handgefertigt: Das beginnt beim Zuschnitt des Pergaments und trifft auch auf das Binden mit Tiersehnen zu. Die traditionell handgeschriebenen fünf Bücher Mose - mit der Schöpfungsgeschichte, den Überlieferungen der Geschichte des jüdischen Volkes sowie mit zahlreichen Gesetzen und Vorschriften - sind nach Angaben der Gemeinde das Geschenk einer US-amerikanischen Familie aus Anlass einer Bar-Mizwa-Feier.
Das Haus der jüdischen Gemeinde ist zurzeit eine Baustelle. Das hinderte die Gäste nicht, auf dem beengten Dachboden weiter zu feiern und die Thora in ihren Schrein zu heben. In Brandenburg leben etwa 500 sogenannte Kontingentflüchtlinge aus der früheren Sowjetunion. Die Gemeinde hat etwa 160 Mitglieder.
