Autor: Marco Petig
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Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 14:03 Uhr
Kunstobjekt Haltestelle: Schülerpatenschaft eines Haltestellenhäuschen
Verzieren statt demolieren – Schüler weihten „Nicolaiplatz“ vor ihrer Schule ein
Schülerinnen und Schüler der Nicolaischule Brandenburg an der Havel haben die Straßenbahnhaltestelle „Nicolaiplatz“ nach ihren Ideen neu gestaltet. Mit einer symbolischen Übergabe wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Kunstprojekt und die anschließende Haltestellenpartenschaft sollen Graffiti- und Vandalismusschäden an einem der wichtigsten Verkehrsnotenpunkte der Stadt verhindern, wie Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH, Werner Jumpertz, betonte.
Jugendliche der 10. Klasse haben in einem freien Kunstprojekt Bilder und Zeichnungen über den öffentlichen Personalverkehr und über ihre Schule angefertigt. Die Werke wurden auf Folien gedruckt und an die Glaswände des Haltestellenhäuschens angebracht. Die Werbevirine wurde ebenfalls mit selbst gestalteten Postern bestückt.
In der Zukunft sollen die Schüler die Patenschaft für die Haltestelle übernehmen und kümmern sich künftig um kleinere Reinigungsarbeiten. Die künstlerische Gestaltung sowie die regelmäßige Pflege der Haltestellen haben sich in der Prävention von Graffitibeschmierungen und Vandalismus bewährt.

Zugleich wurde de neue Haltstelle nach den heutigen wegen den hohen Themaperaturen angesetzten Kurzstunden von den Schülern in ansruch genommen. Mehr als 50% der Schüler nutzen das Angebot der öffentlichen Verkehrsmitteln.
Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, freut sich, dass die Schülerinnen und Schüler der Nicolaischule Verantwortung für die Haltestelle übernehmen: „Jugendliche halten meist in Ehren, was sie selbst gestaltet haben, das zeigen ähnliche Aktionen in anderen Verkehrsgebieten. Wir müssen unsere jungen Fahrgäste verstärkt in die Verantwortung nehmen, damit sie den öffentlichen Nahverkehr als einen schützenswerten Raum anerkennen, in dem auch ihre Interessen vertreten werden.“

Zerstörung und Schmierereien bereiteten den Fahrgästen ein unsicheres Gefühl, sagt Werner Jumpertz, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel (VBBr), deshalb begrüße er das Engagement der Jugendlichen: „Durch eine solche Kunstaktion wird die Haltestelle zu einem interessanten Ort, an dem man sich sicher fühlt und gern auf die nächste Straßenbahn wartet. Wir hoffen, dass wir noch mehr Schulen für Haltestellenpatenschaften oder auch für weitere Präventionsveranstaltungen wie zum Beispiel Unterricht in einer Straßenbahn gewinnen können. Es liegt mir sehr am Herzen, dass Kindern und Jugendlichen frühzeitig ein vernünftiges Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln vermittelt wird.“