Autor: Marco Petig |
Dienstag, den 26. Juni 2012 um 17:45 Uhr CitynewsEs ist Vorsicht geboten vor EichenprozessionsspinnerStadtverwaltung gibt Hinweise und Warnung heraus / Große Gefahr am Gördenwald, am Rehhagen und in der Nähe vom Autobahnsee
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Insekt mit Ausbreitungstendenz. Seit fast einem Jahrzehnt nimmt die Befallsfläche des wärmeliebenden Schmetterlings stets zu. Er kommt ausschließlich auf Eichen vor. In trockenen warmen Jahren kommt es zur Massenvermehrung des Falters. Die heranwachsenden Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium (Ende Mai / Anfang Juni) feine Brennhaare aus. In der Stadt Brandenburg an der Havel ist der Eichenprozessionsspinner vor allem im Gördenwald, am Rehhagen und in der Nähe vom Autobahnsee aktiv. Durch die städtische Forstverwaltung sind Warnschilder angebracht, die auf befallene Eichenbestände hinweisen und Verhaltensempfehlungen geben. Zum Schutz vor möglichen Gesundheitsschäden wird dringend empfohlen, folgende Verhaltensregeln zu beachten:
Die kommunale Baumpflege der Stadtverwaltung beauftragte, die Beseitigung von Prozessionsspinnernestern wenn eine akute Gefahr für Personen, zum Beispiel in den Kindergärten oder viel besuchten Parkanlagen, auftreten kann. Bei Beobachtung von Gespinsten an Eichen an Kinderspielplätzen und über Parkbänken bitte unter der Rufnummer (03381) 58 31 35 den Befall melden. Nicht alle befallenen Eichen in den Anlagen, an den Straßen und insbesondere im Stadtforst können behandelt werden. Die Beseitigung erfolgt mechanisch durch einen Baumkletterer und ist kostenaufwendig. Gesundheitliche Beeinträchtigungen entstehen durch direkten bzw. indirekten Kontakt mit den Gifthaaren der Raupen des Prozessionsspinners oder durch den Kontakt mit Gespinstnestern, die am Baum haften oder auch am Boden liegen. Ist es zu einem Kontakt mit Raupenhaaren gekommen oder kann er nicht ausgeschlossen werden, gelten vorbeugend folgende Empfehlungen:
Die Brennhaare können zu einen starken, bis 7 Tage andauerndem Juckreiz und einem Hautausschlag führen. Bei Kontakt der Brennhaare mit den Augen kann es zu Reizungen oder zu Entzündungen der Augen kommen. Das Einatmen der Brennhaare kann eine Reizung des Rachenraumes mit Halsschmerzen, der Atemwege mit schmerzhaftem Husten bis zur Atemnot und in seltenen Fällen das Auftreten eines Asthmaanfalles verursachen. Auch grippeähnliche Allgemeinsymptome wie Schwindel, Benommenheit und Fieber können vorkommen, selten sind bei überempfindlichen Personen allergische Schockzustände möglich. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden (mit Hinweis auf Kontakt mit Raupen). Bei schweren allergischen Reaktionen mit Asthma und Atemnot ist der Rettungsdienst zu verständigen.
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