Autor: Marco Petig
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Freitag, den 20. August 2010 um 01:56 Uhr
Zweistündiges Monologdebüt mit Ex-rbb-Moderator
Moderator und Kabarettist Tommy Wosch mit einem Hang zum Griff unter der Gürtellinie
Tommy Wosch, das „haarige große Ding mit dem süffisanten Witz eines Oscar Wildes“ und dem „Intellekt von Albert Einsteins Friseur“ mit einer bunten Mischung aus Improvisation, Geschichten, Gedichten und mit einem Hang zum Sarkasmus oder Selbstironie - mit diversen Video-Einspieler mit dem Vermerk: „Untertitel für Blinde sind vorhanden“ – fühlte am Donnerstagabend den großen Saal des CulturCongressCentrums nur zu ¾ der vorhanden Plätzen. Unterstützt wurde der Künstler durch seinen persönlichen „Pudel“ und kongenialer Bühnenpartner Michi „The Face“ Balzer – der immer wieder zur unpassender Zeit in seine Hose macht.
Der Kabarettist hätte „so gerne eine Open-Air-Veranstaltung gehabt“. Zuvor sollte es eine in Potsdam geben, nur dort „konnten sie keine machen“, in Brandenburg „ist es möglich, nur wollen sie nicht“. In der Tat war die Veranstaltung von seitens des Brandenburger Theaters auf der Wasserbühne an der Regattastrecke angedacht gewesen (Havelstadt.de berichtete), nur gaben die gegenüberliegende Anwohner kein grünes Licht – ruhestörender Lärm. So setzte das Theater die Veranstaltung in dessen eigenem Haus an – mit einer halben stündiger Verspätung.
Nach einem Einspieler mit seinen spaßigen Videobeiträgen betrat Wosch in Jogginghose und T-Shirt die Bretter der Brandenburger Bühne. In seinem zweistündigem Programm (Wosch jetzt „NOCH BESTUHLTER!!!“) verfeinerte Wosch mit zuvor ausgesuchten Publikumsteilnehmern seinem Monolog. So hatte er unter anderem den Geografiestudenten Mads und die Sozialpädagogin Anita mit vier Fragen als Stimmungsbarometer des Brandenburger Publikum befragt und benutzt, um herauszufinden, was bei den Brandenburger ankomme. Der ehemalige rbb-Jugendradiomoderator machte in seinem Programm keinen Halt vor Promienten, die die Welt bewegen – wie Angelina Jolie, Heidi Klum, Scarlett Johansson, Guido Westerwelle, Helmut Kohl. Das Comedyfeuerwerk blieb dem Kabarettisten verwehrt.
Eine Seite der Anwesenden fanden das gestrige Programm „ermüdend“, die Andere sind der Meinung, dass es „nicht steigerungsfähig sei“. Vielleicht lag es an den platten Witzen und Einlagen aus Ironie von Sex und Politik.
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