Autor: Andreas Kiepert und Marco Petig
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Sonntag, den 13. Juni 2010 um 17:23 Uhr
Der Orient hielt ins Brandenburger Theater ein
Zum 6., aber voraussichtlich auch letzten Mal konnte am diesem Wochenende der Brandenburger orientalische Klänge im Brandenburger Theater erleben und mitnehmen
Mehr als 100 Tänzerinnen aus Brandenburg an der Havel, Rathenow und Umgebung versetzten das Brandenburger Theater in einem Rausch des Orients. Sie konnten Folklore aus Ägypten, Tunesien, Kuwait, Persien und der Türkei hautnah erleben. Die Verbindung zum Flamenco, dem Zigeunertanz und zum Bollywood wird ebenfalls tänzerisch gezeigt. Seit 15 Jahren unterrichtet Martina Koska an der Volkshochschule Brandenburg an der Havel den orientalischen Tanz. Die 100 Brandenburgerinnen gehören zu ihren Schülerinnen, einige davon sind von Anfang an dabei. Seit sechs Jahren wird sie von Heike Krebs unterstützt, die mehr in den Vordergrund rücken wird. Jene will auch die Tradition der alle zwei Jahre stattfindenden Revuen pflegen. Allerdings werden sie wohl aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr im Brandenburger Theater stattfinden.
In dem jetzt einstudierten gut dreistündigen Programm hatte das Publikum Gelegenheit, mehr als 33 unterschiedliche Tänze zu erleben, exotisch klingende Namen wie Shaabi, Balady oder Tribal weckten ihre Neugierde aus mehr. Die Vielfalt und Pracht der Kostüme erfreute vor allem das Auge.

Der Ruf der Brandenburger Tänzerinnen hat inzwischen Berlin und Westfalen erreicht. Neben dem Hilal- Ensemble aus der Hauptstadt, einem regelmäßigen Gast, war auch der ägyptische Tänzer Usama Salama mit Ehefrau Barbara auf der Bühne. Zum ersten Mal dabei ist das „Ensemble Daurat el Shams“ aus Osnabrück. „Ich hoffe, dass alle Besucher merken, mit wie viel Freude die Tänzerinnen dabei sind“, sagt Martina Koska.
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