Autor: Marco Petig
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Samstag, den 26. Juni 2010 um 19:32 Uhr
Marie Gruber hatte vor bezaubernder Kulisse des Plauer Sees gelesen
„In Gärten gelesen“ mit Brandenburger Theater auf der Seeterrasse im Plauer Schlosspark / Gruber nahm ihre Zuhörer mit in die Reise der kleinen und großen Überraschungen im Leben einer Frau in den besten Jahren
Das Brandenburger Theater, das in diesem Jahr in ihrer Reihe „In Gärten gelesen“ Promiente Leser zusammen mit der Brandenburger Bank und den Freundeskreis Brandenburger Theater e. V. einlädt, wurde die beliebte Film- und Fernsehschauspielerin Marie Gruber am Freitagabend auf der Seeterrasse im Plauer Schlosspark geladen. Sie vertrat die erkrankte Gabriele Domschke, zur vorangekündigte Hesse-Lesung, durfte sich das Publikum auf eine Wiederbegegnung mit der beliebten Film- und Fernsehschauspielerin freuen.
Gruber hatte aus dem aktuellen Buch („Der Fehlkauf ist der böse Bruder der Hoffnung“) der Autorin Regine Sylvester einige Anekdoten humorvoll gelesen, sodass der Zuhörer sich in einigen Lebenslagen wieder fand. Die populäre Journalistin Regine Sylvester resümiert die kleinen und großen Überraschungen im Leben einer Frau in den besten Jahren. Klug, umwerfend komisch und brillant geschrieben. „Es gibt im Leben jeder Frau eine Zeit, da zerreißt man ungünstige Fotos, bremst verwirrt vor Abenteuern, wird vergesslicher. Aber was kommt, wenn die Neugier nicht aufhört und die Zeit zu rennen beginnt?“, fragt die Autorin.

Autorenporträt zu "Regine Sylvester"
Regine Sylvester, geboren in Berlin, ist Journalistin und Drehbuchautorin. Seit 1996 Redakteurin bei der 'Berliner Zeitung'. 2000 ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis.
224 Seiten, 12,95 Euro
Hardcover, Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3378010908
Regine Sylvester erzählt auf kluge und amüsante Weise von der Freiheit einer Frau, die niemandem mehr etwas beweisen muss und gelassener werden kann. Sie berichtet von der Schönheit haltbarer Jugendfreundschaften, von der Erfahrung mit guten Vorsätzen und moderner Technik, von der Irritation, wenn sich das eigene Kind verliebt, und daß man es auch als Kompliment verstehen kann, wenn im überfüllten Bus kein Mann aufsteht und seinen Platz anbietet. Selbstironisch, intelligent und mit viel subtilem Sprachwitz ermutigt dieses Buch zu uneingeschränkter Lebenslust in jedem Alter - und genau dieses brachte Gruber vor einer traumhaften Kulisse anschaulich an die weit über 100 Zuhörer rüber. Die Leseteilnehmer verzichteten eigens, um nicht die Spannung abreißen zulassen, auf die eigentlich geplante Pause. Musikalisch wurde der Abend von der Solistin Eva Sänger begleitet.